Offizielle Übergabe der ehemaligen Kirche in Reiste

By | News | No Comments

REISTE.   Im November 2011 wurde die St.-Christopherus-Kirche in Reiste von der evangelischen Kirchengemeinde entwidmet und stand zum Verkauf an. Am Sonntag, 21. Mai, wird die Kirche nun offiziell an die neue Eigentümerin, Marianne Schneider aus Visbeck, übergeben. Zu dieser Feier laden die Kirchengemeinde und die Eigentümerin herzlich ein.

Im November 2011 wurde die St.-Christopherus-Kirche in Reiste von der evangelischen Kirchengemeinde entwidmet und stand zum Verkauf an. Am Sonntag, 21. Mai, wird die Kirche nun offiziell an die neue Eigentümerin, Marianne Schneider aus Visbeck, übergeben. Zu dieser Feier laden die Kirchengemeinde und die Eigentümerin herzlich ein.

Um 10 Uhr findet ein Morgenlob mit Pfarrer Jürgen Rademacher statt. Untermalt wird die Feier von einem Posaunenchor aus dem Siegerland und der Chorgemeinschaft Reiste. Musikalisch und künstlerisch soll es auch in den Räumen der Kirche weitergehen. Marianne Schneider will eine „Kunst- und Begegnungskirche“ daraus machen. Die Besucher werden gebeten, nach dem offiziellen Teil zu verweilen. Es sind zahlreiche Ehrengäste eingeladen und es werden auch rund 50 Menschen aus Visbeck, dem Wohnort der neuen Eigentümerin, mit dabei sein.

Es wird ein Zelt aufgestellt und für ausreichend Bestuhlung ist ebenfalls gesorgt. Es gibt Getränke, einen Imbiss und am Nachmittag Kaffee und hausgemachte Kuchen. Wegen des Morgenlobs in Reiste findet am Sonntag, 21. Mai, in Eslohe kein evangelischer Gottesdienst statt.

Quelle: https://www.wp.de/staedte/meschede-und-umland/offizielle-uebergabe-der-ehemaligen-kirche-in-reiste-id210625575.html

Kunst in der ehemaligen Kirche

By | News | No Comments

Reiste: Kirchenlicht soll künftig Künstler bezaubern

REISTE. Aus der alten evangelischen Kirche in Reiste soll eine Kunst- und Begegnungskirche werden. Wenn das nicht klappt, gibt es einen Plan B.

Dieses Licht, das sich an den bunten Scheiben bricht, ist einfach bezaubernd. Marianne Schneider ist davon begeistert. Dieses Licht war ein Hauptgrund für sie, die evangelische Kirche in Reiste zu kaufen: „Das hat eine besondere Atmosphäre.“ Sie hofft jetzt, dass sich auch heimische Künstler davon anstecken lassen. Das ehemalige Gotteshaus wird künftig zur „Kunst- und Begegnungskirche“.

Sie ist selbst Katholikin, „mit vielen Punkten, die mir an der Kirche nicht passen.“ Jetzt ist sie Eigentümerin einer ehemaligen evangelischen Kirche. „Letztlich bin ich schon mal spontan“, sagt Marianne Schneider. Was hier im Detail passieren wird, ist noch offen, sagt die 63-Jährige ganz frei: „Ich lasse das erst mal anlaufen. Das ist ein Hobby. Geld verdienen kann ich damit nicht.“

Lehrerin an der Grundschule in Reiste

Zwei Jahre war sie selbst als Lehrerin an die Grundschule in Reiste abgeordnet. Näher auf die Kirche aufmerksam wurde Marianne Schneider, die in Visbeck lebt, im vergangenen Jahr. Da gab sie in einem Reister Gasthof ihre Abschiedsfeier für ihre Lehrerkollegen aus Reiste, Eslohe und Wenholthausen. Nachher ging sie noch im Ort spazieren, auch an der Kirche vorbei. Sie wusste davon, dass für die Kirche ein neuer Verwendungszweck gesucht wurde. Da kam ihr erstmals der Gedanke, ob sie nicht selbst etwas unternehmen könnte. Später im Herbst kamen schon die Gespräche mit Pfarrer Jürgen Rademacher, man wurde sich einig – inzwischen ist auch die Eintragung ins Grundbuch erfolgt.

Die ersten Gemälde sind schon da

Marianne Schneider geht ihr Projekt langsam an. Sie hat schon einen Stapel Gemälde in der Ecke stehen, die als erste die noch weißen Wände in der Kirche füllen könnten: Bilder von Blumen und Landschaften aus dem Nachlass von Hubert Michallek, einem Künstler aus Berge. Am 4. Mai kommt der Esloher Kulturverein „Pro Forma“ und bietet in ihren Räumen eine Einführungsveranstaltung zur geplanten Fahrt an, die zur Lucas-Cranach-Ausstellung nach Düsseldorf führt. Am 21. Mai ist die offizielle Übergabe der Kirche durch die Evangelische Gemeinde an die neue Eigentümerin.

Ein Altar für die Ewigkeit

Einiges muss angepackt werden. Das Dach hat Marianne Schneider sofort gedeckt, die Heizung muss noch erneuert werden. Die Krone mit Kranz kommen auf den Friedhof nach Dorlar, die Glocken (wie berichtet) nach Rostock. Orgel und Stühle bleiben in der Kunstkirche, auch der Altar – dieser ist für die Ewigkeit geschaffen. Er ist einfach zu massiv und zu fest verankert. Die 75 Quadratmeter großen Räume unter der Kirche samt Toiletten und kleiner Küche will Marianne Schneider gegen eine kleine Spende als Begegnungsstätte vermieten: „Die Schützenhalle ist für größere Feiern, hier könnten sich kleinere Gruppen treffen.“ Drei Jahre will sie sich Zeit geben, ob dieses Angebot angenommen wird: Sonst wird sie die Räume als Wohnung vermieten, um zumindest die Nebenkosten für das Gebäude wieder einzunehmen.

„Ich bin für alles offen“

Marianne Schneider besucht selbst bei der Volkshochschule einen Zeichenkurs und einen für Aquarellmalerei: „Aber meine Bilder kann man nicht aufhängen“, sagt sie lachend. Dafür können sich andere Künstler, die die „Kunst- und Begegnungskirche“ nutzen möchten, bei ihr melden, 02934 / 831: „Ich bin für alles offen.“

Quelle: https://www.wp.de/staedte/meschede-und-umland/reiste-kirchenlicht-soll-kuenftig-kuenstler-bezaubern-id210019543.html

Übergabe der Evangelischen Kirche Reiste

By | News | No Comments

REISTE.   Eine Käuferin ist gefunden: Die nicht mehr genutzte evangelische Kirche in Reiste soll jetzt zu einer „Kunst- und Begegnungskirche“ werden.

Die evangelische Christopheri-Kirche in Reiste wird nicht abgerissen. Nach jahrelanger Suche hat sich mit Marianne Schneider endlich ein Käufer für das entwidmete Gotteshaus gefunden. Entstehen wird daraus nun eine „Kunst- und Begegnungskirche“.

Die Kirchengemeinde, zu der vornehmlich die Evangelischen der Esloher Kommune gehören, hatte sich den Weg zur Schließung der Kirche damals nicht leicht gemacht, musste aber aufgrund sinkender Gemeindegliederzahlen und schwieriger werdender Finanzen Einschnitte vollziehen: Die Gemeindearbeit wurde in Eslohe konzentriert. Sehr verantwortungsvoll nahm das Presbyterium als Leitungsgremium der Gemeinde seine Aufgabe wahr, etwa durch eine sehr offene Kommunikations- und Beteiligungsstruktur für die Gemeindeglieder.

Abriss drohte

Genau so engagiert und entschlossen versuchten Pfarrer Jürgen Rademacher und das Presbyterium anschließend eine neue Verwendung für die Kirche zu finden. Ein Abriss wäre für alle Verantwortlichen zu schmerzlich gewesen. Doch alle Gespräche und auch der Einsatz eines Maklers blieben erfolglos. Große Hoffnung setzte die Kirchengemeinde zwischendurch in das Leader-Projekt „4 mitten im Sauerland“ der Kommunen Meschede, Schmallenberg, Eslohe und Bestwig, bei dem das Konzept einer kulturellen Begegnungsstätte in der evangelischen Reister Kirche sogar als A-Projekt eingestuft wurde.

Mit dem Esloher Kunstverein „Pro Forma“ hatte die Kirchengemeinde schon den richtigen Kooperationspartner an ihrer Seite. Doch trotz großzügigster Förderung hätte das Projekt die Kirchengemeinde am Ende finanziell überfordert. Auch bei den Überlegungen für das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept (IKEK) für Eslohe brachte sich die Kirchengemeinde ein. Aber zum Schluss war klar, dass sie das Gebäude nicht würde halten können.

Über Jahre ungenutzt

Und Eigentum verpflichte ja auch, so Pfarrer Jürgen Rademacher. Selbst wenn sich evangelische Reister in den vergangenen Jahren dankenswerterweise immer vorbildlich um die Außenanlagen der Kirche gekümmert hätten, sei das Gebäude doch ein ungenutztes. Fast in jeder Sitzung habe das Presbyterium in 2016 über die Reister Kirche gesprochen. Und deshalb habe sich das Gremium entschieden, wenn kein Verkauf des Gebäudes möglich sei, dann müsse man nun auch den Abriss der Kirche in Erwägung ziehen. „Eine schmerzliche Entscheidung, die sich kein Presbyterium leicht macht“, so Rademacher.

Traum von einer Begegnungsstätte

In dieser Situation war im Sommer 2016 Marianne Schneider aus Visbeck in einem Reister Gasthaus, wo die Grundschullehrerin ihren Eintritt in den Ruhestand feierte. Die Malerin hatte schon länger den Traum von einer kulturellen Begegnungsstätte – und hier war ihr die Möglichkeit dafür auf einmal greifbar nahe. Die beiden Seiten – Verkäufer und Käufer in spe – wurden sich schnell einig. Auch die zahlreichen Formalitäten, die notwendigerweise bei dem Verkauf einer ehemaligen Kirche zu bedenken sind, wurden zügig mit der Evangelischen Kirche von Westfalen in Bielefeld abgestimmt und von dort genehmigt.

Und so hat sich wenige Monate vor einer möglichen Entscheidung für den Abriss der Kirche doch noch eine Käuferin gefunden – und die bringt ihrerseits ein ganz ähnliches Konzept für das Gebäude mit, wie es die Kirchengemeinde bereits hatte.

Vereine und Gruppen dürfen Gebäude nutzen

Dabei ist ihr die ursprüngliche Nutzung des Gebäudes wichtig, nicht umsonst nennt sie ihr Projekt „Kunst- und Begegnungskirche“. Und zur Kunst gehört natürlich auch die Musik: Die mobile Orgel wird in der Kirche bleiben. Die Reister Frauenhilfe wird sich weiterhin in den Räumlichkeiten treffen. Die neuen Besitzer hoffen auch auf andere Vereine und Gruppen, die das Gebäude ebenfalls nutzen möchten.

Im Frühjahr soll in der neuen Kultur- und Begegnungskirche nochmal Gottesdienst gefeiert werden, ein Posaunenchor ist bereits eingeladen.

Quelle: https://www.wp.de/staedte/meschede-und-umland/neue-nutzung-fuer-kirche-in-reiste-gefunden-id208948151.html